Glossar: Bier
Sorten, Stile und Fachbegriffe rund ums Bier.
A
B
- Barrel Aged Beer (Fassgelagertes Bier)
- Bier, das nach der Gärung in Holzfässern reift und dabei Aromen des Holzes und des Vorinhalts annimmt.
- Berliner Weisse
- Säuerliches, leichtes Weizenbier mit niedrigem Alkoholgehalt; traditionell mit Sirup getrunken.
- Biermischgetränk
- Getränk aus Bier und mindestens einem weiteren Bestandteil wie Limonade oder Cola; darf nicht schlicht „Bier“ heißen.
- Bockbier
- Starkbier mit mindestens 16 Prozent Stammwürze, kräftig im Körper und malzbetont.
- Brauhefe
- Einzellige Pilze, die Zucker in Alkohol und Kohlensäure umwandeln und das Aromaprofil des Biers wesentlich prägen.
C
- Collab Brew (Gemeinschaftssud)
- Bier, das zwei oder mehr Brauereien oder Personen gemeinsam entwickeln und brauen.
- Craft-Bier
- Handwerklich gebrautes Bier kleiner, oft unabhängiger Brauereien, meist mit starker Betonung von Aroma und Stilvielfalt.
- Crowler
- Große Getränkedose, die am Zapfhahn befüllt und per Maschine verschlossen wird.
D
- Doppelbock
- Besonders kräftiges, malzreiches Starkbier mit meist 18 Prozent Stammwürze oder mehr; Namen enden oft auf „-ator“.
- Dry Hopping (Kalthopfung)
- Zugabe von Hopfen nach der Hauptgärung, um Aroma ohne zusätzliche Bittere zu erhalten.
E
- Eisbock
- Sehr starkes Bier, bei dem dem Bock durch Ausfrieren Wasser entzogen wird; dadurch konzentrierter Geschmack und mehr Alkohol.
- Entalkoholisierung
- Verfahren, mit denen dem Bier der Alkohol entzogen oder dessen Entstehen begrenzt wird.
- Export
- Untergäriges, mildes Vollbier mit etwas höherer Stammwürze als Pils; ursprünglich für den Versand außerhalb der Stadt gebraut.
F
- Fassbier
- Bier, das aus Fass oder Keg über die Zapfanlage ausgeschenkt wird; frisch und mit feinem Schaum.
- Filtration
- Brauschritt, bei dem Hefe und Trübstoffe aus dem Bier entfernt werden, um Klarheit und Haltbarkeit zu erhöhen.
- Flaschengärung
- Weitere Gärung im Gebinde, bei der durch Restzucker und Hefe natürliche Kohlensäure im Bier entsteht.
G
- Gose
- Obergäriges Weizenbier mit leicht salziger und säuerlicher Note sowie Koriander, ursprünglich aus Goslar und Leipzig.
- Growler
- Wiederbefüllbare Flasche oder Kanne, meist aus Glas oder Edelstahl, zum Mitnehmen von frisch gezapftem Bier.
- Gypsy Brewing (Nomadenbrauen)
- Brauen ohne eigene Brauerei: Der Brauer mietet Kapazitäten in fremden Brauereien für eigene Rezepte.
H
- Hazy IPA (NEIPA)
- Trübes, fruchtig-hopfiges IPA mit weicher Bittere und vollem Mundgefühl.
- Helles
- Mildes, süffiges, untergäriges Vollbier mit goldgelber Farbe und betonter Malznote, ursprünglich aus München.
- Hopfen
- Kletterpflanze, deren Dolden dem Bier Bittere, Aroma und Haltbarkeit geben; neben Malz die wichtigste Bierzutat.
I
K
- Kellerbier
- Naturtrübes, meist ungefiltertes und gering kohlensäurehaltiges Bier, das traditionell aus dem Lagerkeller kommt.
- Kettle Sour (Sauerbier)
- Säuerliches Bier, bei dem die Würze vor dem Kochen mit Milchsäurebakterien gesäuert wird.
- Kölsch
- Helles, obergäriges, gefiltertes Bier aus Köln mit mildem Hopfen- und Fruchtcharakter; als Herkunftsbezeichnung geschützt.
- Kontraktbrauer (Auftragsbrauerei)
- Brauer oder Marke, die ihr Bier bei einer fremden Brauerei im Auftrag herstellen lässt.
L
M
- Maischen
- Brauschritt, bei dem geschrotetes Malz mit warmem Wasser vermischt wird, damit Enzyme Stärke in Zucker umwandeln.
- Malz
- Gekeimtes und getrocknetes Getreide, meist Gerste; liefert Zucker, Farbe und Geschmack für das Bier.
- Märzen
- Bernsteinfarbenes bis helles, untergäriges Vollbier mit kräftigem Malzkörper; Basis vieler Festbiere.
O
- Obergärig
- Gärverfahren mit Hefen, die bei 15 bis 24 Grad arbeiten und sich oben im Gärbehälter sammeln.
P
- Pils
- Helles, untergäriges Bier mit deutlicher Hopfenbittere und schlankem Körper. Es ist die meistgetrunkene Sorte in Deutschland.
R
- Radler
- Biermischgetränk aus Bier und Zitronenlimonade, meist im Verhältnis 1:1; in Norddeutschland Alsterwasser genannt.
- Rauchbier
- Bier aus über Buchenholzfeuer gedarrtem Malz mit deutlichem Rauch- und Speckaroma, besonders aus Franken.
- Reinheitsgebot
- Historische Vorschrift von 1516, nach der Bier nur aus Wasser, Malz, Hopfen (und Hefe) bestehen darf; heute im Vorläufigen Biergesetz verankert.
S
- Schwarzbier
- Dunkles, untergäriges Bier mit milden Röstnoten, weniger schwer als Stout.
- Stammwürze
- Der Gehalt an gelösten Stoffen in der Würze vor der Gärung, angegeben in Grad Plato oder Prozent; bestimmt Stärke und Körper.
- Stout
- Sehr dunkles, obergäriges Bier mit Röstaromen von Kaffee und Schokolade, aus stark gerösteter Gerste oder Malz.
T
- Tap Takeover
- Veranstaltung, bei der eine Brauerei in einer Gastronomie mehrere oder alle Zapfhähne mit ihren Bieren belegt.
- Taproom (Brauereiausschank)
- Ausschank direkt in oder an einer Brauerei, in dem frisch gezapftes Bier der Brauerei angeboten wird.
U
- Untergärig
- Gärverfahren mit kälteliebenden Hefen bei etwa 4 bis 12 Grad, die sich am Boden absetzen; Grundlage der Lagerbiere.
W
- Weizenbier
- Obergäriges Bier, bei dem ein erheblicher Teil des Malzes aus Weizen besteht; fruchtig-würzig mit Banane- und Nelkenaromen.
- Würze
- Zuckerhaltige Flüssigkeit aus Maische und Hopfen, die vor der Gärung die Grundlage des Biers bildet.
Z
- Zwickelbier
- Naturtrübes, ungefiltertes Bier, das direkt vom Probierhahn (Zwickel) am Lagertank stammt, mit wenig Kohlensäure.