Untergärig
Englisch: Bottom-fermented
Gärverfahren mit kälteliebenden Hefen bei etwa 4 bis 12 Grad, die sich am Boden absetzen; Grundlage der Lagerbiere.
Bei der untergärigen Gärung arbeiten kälteliebende Hefen (Saccharomyces pastorianus) bei etwa 4 bis 12 Grad. Nach der Gärung sinken die Hefezellen auf den Boden des Gärbehälters. Das Verfahren wurde erst möglich, als Kühltechnik zur Verfügung stand, und setzte sich im 19. Jahrhundert durch.
Die langsame Gärung und die anschließende Kaltlagerung bringen saubere, klare Biere mit weniger Estern hervor. Pils, Helles, Märzen, Bock und Dunkles sind klassisch untergärig. Der Großteil des in Deutschland getrunkenen Biers wird untergärig gebraut. Die Reifung dauert üblicherweise mehrere Wochen.
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