Alkohol ab 18 (Bier und Wein ab 16). Bitte genieße verantwortungsvoll und trink nicht, wenn du noch fahren musst.
Balance & Mengen: stark, sauer, süß, bitter
Ein guter Cocktail ist ein Gleichgewicht. Die Spirituose gibt Kraft, Säure macht ihn frisch, Süße rundet ab, Bitterkeit gibt Tiefe, und Wasser (Eis, Soda, Saft) macht ihn trinkbar. Kippt eines davon, schmeckt der Drink schnell scharf, flach, klebrig oder wässrig.
Alle Zahlen auf dieser Seite sind Richtwerte, keine Vorschriften. Eis, Zutaten und Geschmack schwanken. Probier lieber eine halbe Portion, bevor du viele Gläser mixt.
Teile statt Milliliter
Rezepte lassen sich in Teilen denken: 2 Teile Spirituose, 1 Teil Zitronensaft, 1 Teil Sirup. Ein Teil kann 10 ml sein (kleines Glas), 15 ml (ein halbes Unze-Maß) oder 25 ml (Party). So skalierst du Rezepte für ein Glas oder einen Krug, ohne neu zu rechnen. Wichtig ist nur, dass jede Zutat mit demselben Maß gemessen wird.
Der Rechner weiter unten rechnet Teile in ml, cl und oz um und zeigt, welche Gläser dazu passen.
Das Dreieck: stark, sauer, süß
Beim Sour-Typ (Daiquiri, Whiskey Sour, Gimlet, Margarita) bestimmt das Verhältnis von Spirituose, Zitrussaft und Süße alles. Die Grundformel ist 2 : 1 : 1. Mehr Süße macht den Drink weich und rund, mehr Säure frischer und schärfer. Wenn du unsicher bist, fang bei 2 : ¾ : ¾ an: etwas weniger süß und sauer, dafür steht die Spirituose mehr im Vordergrund.
Richtwerte für Sour-Drinks (Daiquiri & Co.)
Anteile in Teilen, bezogen auf 2 Teile Spirituose.
Richtwert-Korridorüblicher WertSpanne in den Rezepten dieser Seite (wo genug Rezepte vorliegen)
Zucker und Säure sind grob aus üblichen Gehalten der Zutaten gerechnet (Zitrussaft etwa 5 bis 6 g Säure je 100 ml, Zuckersirup 1:1 etwa 55 g Zucker je 100 ml). Marken und Früchte schwanken.
Sirup, Likör, Saft: wie süß ist was?
Nicht jede Süße ist gleich stark. Ein dicker Sirup bringt mehr Zucker pro Löffel als ein dünner. Im Rezept steht daher am besten dazu, welcher Sirup gemeint ist. Als grobe Orientierung (je 100 ml):
| Süßungsmittel | Zucker g/100 ml | Tipp |
|---|---|---|
| Zuckersirup 1:1 (gleiche Teile Zucker und Wasser) | ca. 55 | Der Standard in Rezepten. Hält im Kühlschrank etwa zwei Wochen. |
| Gomme / Reichsirup 2:1 | ca. 75 | Etwa ein Drittel süßer als 1:1: nimm rund drei Viertel der Menge. |
| Grenadine | ca. 65 | Süß und fruchtig, färbt den Drink rot. |
| Honig (pur) | ca. 115 | Am besten mit warmem Wasser 1:1 verdünnen, sonst lässt er sich schlecht dosieren. |
| Orangenlikör, Fruchtlikör | ca. 20 bis 30 | Liefert Süße und Aroma, pro Schuss aber deutlich weniger Zucker als Sirup. Ersetzt er den Sirup (Sidecar), braucht der Drink keinen zusätzlichen. |
| Fruchtsäfte (Orange, Ananas) | ca. 9 bis 11 | Bringen Süße und etwas Säure, aber vor allem Länge. |
Richtwerte. Handelsübliche Produkte unterscheiden sich je nach Marke deutlich.
Bitter und Länge
Bitters werden tropfen- oder spritzerweise dosiert (meist 1 bis 4 Spritzer); sie wirken wie Salz im Essen: kaum sichtbar, aber der Drink wirkt ohne sie flach. Bitterlikör wie im Negroni oder Spritz ist dagegen ein vollwertiger Bestandteil und braucht einen süßen Gegenspieler (roter Wermut, Schaumwein). Länge kommt von Eis, Soda, Tonic und Saft: Je mehr davon, desto weniger Alkohol pro Schluck und desto leichter der Drink.
Rechner: Teile in ml und cl umrechnen
Wähle eine Grundformel und sag, wie groß ein Teil ist oder wie viel am Ende im Glas sein soll.
Balance-Check für deine Mengen
Trag ein, was in deinen Drink kommt. Wir vergleichen die Anteile mit den Richtwerten der gewählten Grundformel und schätzen Alkohol, Zucker und Säure im Glas. Der Check bewertet das Verhältnis, nicht den Geschmack.
Aufgefüllte Zutaten („mit Soda auffüllen“) sind nicht eingerechnet. Alle Werte sind Schätzungen.